Vor einiger Zeit installierte ich das Funktionsupdate 1809 von Windows 10. Von dubiosen Dateilöschungen aus der Cloud oder gar von meinem Rechner, blieb ich zum Glück verschont. Erst einige Zeit später bemerkte ich, dass das Update auch bei mir einen seiner Bugs mit sich brachte.

Ich installierte mir einen zweiten Monitor an meinem PC. Als dieser schwarz blieb, schaute ich in den Geräte-Manager und stellte fest, dass der Treiber meiner Onboard-Grafikkarte von Intel fehlerhaft ist. In freudiger Erwartung auf eine schnelle Lösung dieses Problems, navigierte ich also fix auf die Intel-Webseite und saugte mir den entsprechenden Treiber. Pustekuchen: Dieser war laut Fehlermeldung aber nicht für mein System und meine Karte geeignet. Fehler Code 39.

Irgendwann, nach unzähligen Blogs und Technet-Artikeln stieß ich dann auf die Ursache und die dazugehörige Lösung:
HVCI, die Kernisolierung (Hypervisor Code Integrity) des Kernels. Eigentlich eine gute Sache: Schützt sie doch den Kernel – sofern die Hardware das auch unterstützt.
Nun ist mein Rechner und mein Board inzwischen schon gut 6 Jahre alt. Ich rüstete zwar nach und nach auf, aber die Grafikkarte ersetzte ich nie, da ich meinen Rechner nie zum Spielen verwende.

Hat man die HVCI Funktion nun einmal im Defender aktiviert, lässt sie sich, dank eines Bugs, nicht mehr deaktivieren.
Lange Rede, kurzer Sinn: Das Problem lässt sich mit einer Änderung in der Registry lösen.

Windowstaste drücken – “regedit” eingeben und Enter drücken.

Anschliesend zu

Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\DeviceGuard\Scenarios\HypervisorEnforcedCodeIntegrity navigieren

und den DWORD Wert auf 0 setzen.

Änderungen in der Registry werden automatisch gespeichert. Nach einem Neustart wurde mein zweiter Monitor dann auch hell.